Stoffaustritt im Industriepark
Der Austritt von Salzsäure im Industriepark Höchst wurde bereits gestoppt und die Anwohner mit Sirenen gewarnt. Zwei Mitarbeiter mit leichten Beschwerden befinden sich im Arbeitsmedizinischen Zentrum.

Am 7.5.2010 war um 8.00 Uhr in einem Betrieb der Grillo-Werke AG im Industriepark Höchst aus bisher ungeklärter Ursache eine geringe Menge Salzsäure ausgetreten. Der Austritt konnte laut Pressestelle des Industrieparks Hoechst nach wenigen Minuten gestoppt werden. Um 9.10 Uhr konnten die vorsorglich mit Sirenen gewarnten Anwohner mit einem erneuten Sirenenton wieder entwarnt werden und ihre Häuser verlassen. Über 100 Anwohner informierten sich am Bürgertelefon des Industrieparks Höchst.

In der Folge des Stoffaustritts meldeten sich zwei Mitarbeiter des Industrieparks mit geringen Atemwegbeschwerden. Sie werden im Arbeitsmedizinischen Zentrum des Industrieparks vorsorglich beobachtet.

Betroffen waren aufgrund der vorherrschenden Windrichtung auch die Stadtteile Höchst und Unterliederbach. Aufgrund der anfangs nicht auszuschließenden Gesundheitsgefährdung wurde die Bevölkerung der betroffenen Stadtteile vorsorglich durch Sirenen gewarnt. Mit dem Sirenenton wurde die Bevölkerung aufgefordert, ein Gebäude aufzusuchen, Kinder ins Haus zu rufen, Fenster und Türen geschlossen zu halten, Lüftungs- und Klimageräte abzuschalten und das Radio einzuschalten. Innerhalb des Industrieparks Höchst war vorsorglich ebenfalls Sirenenalarm ausgelöst worden.

Salzsäure ist ein Vorprodukt für zahlreiche chemische Prozesse und wird darum auch in dem betroffenen Betrieb im Industriepark Höchst gehandhabt. In dem Betrieb wird Natriumbisulfat produziert, das zur Herstellung von Reinigungsmitteln dient.

Salzsäure ist in höheren Konzentrationen giftig und ätzend. Bei den geringen gemessenen Konzentrationen waren bei diesem Stoff nach Angaben des Umweltbundesamtes Geruchsbelästigungen und leichte Reizungen der Augen und Atemwege nicht auszuschließen. Eine akute Gesundheitsgefährdung bestand jedoch zu keiner Zeit.

Die Werkfeuerwehr war im Einsatz. Der Austritt des Stoffes konnte nach wenigen Minuten gestoppt werden. Die Berufsfeuerwehr führte außerdem weitere Messungen außerhalb des Industrieparks durch, um die Entwarnung zu veranlassen. Die zuständigen Behörden wurden umgehend informiert und waren vor Ort.

Informationen gibt es auch im Internet unter www.ihr-nachbar.de. Sobald neue Erkenntnisse vorliegen, wird darüber informiert.

Für die Nachbarn des Industrieparks Höchst steht außerdem unter der Telefonnummer 069/305-4000 ein Bürgertelefon zur Verfügung.

Die Grillo-Werke AG bittet die Anwohner und Nachbarn für die entstandene Beeinträchtigung um Entschuldigung.

(sch.)
 
BvS


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