Schlossherren bezirzen Burgfräulein
Kronberger Ritter zu Gast auf dem Höchster Schloßfest 2008

Vom Donnerstag, 19. Juni 2008, bis Montag, 14. Juli 2008, findet rund um das Schloß in der historischen Höchster Altstadt das 52. Höchster Schloßfest statt. „Alte Feinde – Neue Freunde! Die Burg zu Gast im Schloß“ lautet das Motto des diesjährigen dreiwöchigen Festzyklus, für den Höchster und Kronberger die Jahrhunderte alte Streitaxt begraben haben und gemeinsam ein modernes Rittergelage feiern. Dazu eingeladen sind natürlich nicht nur Gäste aus dem Frankfurter Westen und dem Taunus sondern Familien aus der ganzen Rhein-Main-Region.

Traditionell rankt sich das Schloßfest um drei feste Programmpunkte, die auch in diesem Jahr echte Publikumsmagneten werden sollen: den Eröffnungsabend am Samstag, 21. Juni, im Bolongaropalast, das Altstadtfest am Wochenende vom 5. bis zum 6. Juli rund um den Höchster Schloßplatz und den Abschlussabend mit großem Feuerwerk am Mainufer am Montag, 14. Juli 2008. Der Höchster Orgelsommer in der Justinuskirche bietet auch in diesem Jahr wieder ein besonders hochkarätiges Musikprogramm und verbindet klassische Orgelabende mit modernen Jazz-Konzerten. Die Sommernächte des Neuen Theaters Höchst huldigen auf der Schloßterrasse über zwei Wochen hinweg Kleinkunst, Kabarett und Konzerten. Und auch das weiße Gold vom Main, das Höchster Porzellan, zeigt sich seinen Gästen im Kronberger Haus und im Bolongaropalast wieder in ganzer Pracht. Gemeinsam bieten die beiden Institutionen Porzellanmalkurse für die kleinen sowie Führungen, Vorträge und Konzerte für die großen Besucher.

Mittelalterliche Zustände in Höchst

Darüber hinaus versprechen etliche noch nicht dagewesene Veranstaltungen in den drei Festwochen ein außergewöhnliches Höchster Schloßfest. Für mittelalterliches Flair sorgen vor allem die Gäste aus Kronberg, die die gemeinsame kriegerische Geschichte für die Besucher spielerisch wieder aufleben lassen. Mit „Blut und Liebe“ erwartet die Gäste am Freitag, 4. Juli, ein Ritterschauerdrama auf der Schloßterrasse. Die festliche Operngala “Nessun Dorma” zum 150. Geburtstag von Giacomo Puccini mit dem Symphonie-Orchester Frankfurt und Solisten der Opera Classica Europa setzt am 9. Juli auf der Schloßterrasse neue Akzente. Am Wochenende vom 11. bis 13. Juli wird ein historischer Handwerkermarkt Schloßplatz und Schloßterrasse beleben. Am gleichen Wochenende lagert außerdem die Kronberger Rittergarde im Alten Schloß und hält die Zuschauer mit Schaukämpfen und Schwertfechten in Atem. „Wir wollen natürlich die Vergangenheit ruhen lassen“ sagt Martha Ried, 1. Vorsitzende der Stiftung Burg Kronberg augenzwinkernd in Hinblick auf die Zerstörung von Höchst durch ein Kronberger Ritterheer im Jahr 1396 n. Chr. „Aber es waren spannende Zeiten, als noch Ritter, Knappen und Hofdamen durch Höchst und Kronberg lustwandelten. Wir freuen uns darauf, dies für ein paar Tage wieder aufleben zu lassen.“

Auch die Festpräsidentin des Höchster Schloßfestes, Frankfurts Oberbürgermeisterin Petra Roth, freut sich auf die Festwochen: „Ich finde es großartig, dass sich Schloßfest-Partnerschaften jetzt wieder zu etablieren scheinen. Auch der lokale Gedanke gefällt mir sehr – man muss für solche Partner nicht immer in die Ferne schweifen, denn hier in Frankfurt liegt sehr viel Gutes direkt vor der Haustür. Kronberg ist ein Beispiel dafür“. Die räumliche Nähe der beiden Partnerstädte erlaubt zudem erstmals Schloßfest-Veranstaltungen außerhalb von Höchst, wie etwa Führungen durch die Altstadt und die Burg Kronberg.

Neues Theater Höchst: Sommernächte werden lang

Die Sommernächte am Schloß, organisiert vom Neuen Theater Höchst, warten in diesem Jahr mit einem Programm auf, das bereits am 19. Juni auf der Schloßterrasse beginnt und erst am 8. Juli endet. Insgesamt 12 bunte und musikalische Programmpunkte können die Zuschauer vor der malerischen Kulisse von Höchster Schloß und mit dem Hintergrund der Schwanheimer Düne open air genießen. Darunter sind das Improvisationstheater „Springmaus“ am Sonntag, 22. Juni, die A-Capella-Gruppe „U-Bahn-Kontrolleure in tiefgefrorenen Frauenkleidern“ mit einem Sommer-Spezial am Montag, 23 Juni, und politisches Kabarett mit Reiner Kröhnert, der am Freitag, 27. Juni, die „Königin der Nacht“ beschwört. Ein weiterer kultureller Höhepunkt ist in diesem Jahr erstmalig ein Kunstmarkt am Höchster Mainufer, der am Wochenende des Altstadtfestes vom 5. bis zum 6. Juli stattfindet.

Orgelsommer feiert 20jähriges Jubiläum der Kuhnorgel

Auch der Höchster Orgelsommer bietet im Rahmen des Höchster Schloßfestes wieder musikalische Hochgenüsse für Liebhaber klassischer und auch moderner Musik. In der sakralen Atmosphäre und einzigartigen Akustik der Höchster Justinuskirche finden vom 19. Juni bis zum 27. Juli insgesamt neun Konzerte statt: Am Samstag, 21. Juni, in der kürzesten Nacht des Jahres, können Jazzfreunde auch in Höchst die weltweit stattfindende Fête de la musique der Jazzwelt mitfeiern; am Samstag, 5. Juli, ertönen beim Höchster Altstadtfest-Kurkonzert die sonoren Töne des Alphorns von Matthias Kopfmehl neben denen der Kuhn Orgel, gespielt von Martin Heini. Zu ihrem 20. Geburtstag klingen die Pfeifen der Schweizer Orgel so in Harmonie mit einem heimatlichen Instrument. Am Sonntag, 29. Juni, wird es dann temperamentvoller, wenn die mexikanische „Camerata En Moviomento“ zum Kammermusik-Konzert einlädt.

„Wir hatten in den letzten Jahren selten ein so breit aufgestelltes Programm“, ist Jürgen Vormann, Vorsitzender der Geschäftsleitung von Infraserv Höchst, Betreiber des Industrieparks Höchst, und Schirmherr des Schloßfestes, von der Aussicht auf die Festwoche begeistert. „Auch das diesjährige Schloßfestheft finde ich hervorragend gelungen, es ist wunderschön gestaltet und redaktionell hervorragend.“

Auch Thomas Meder, Vorsitzender des Vereinsrings Höchst, ist glücklich mit der Arbeit der Organisatoren und über die vielen Unterstützer: „Ich kann mich nur noch einmal bei allen bedanken: bei den Höchstern, bei den Kronbergern, bei ehrenamtlichen Helfern und Sponsoren. Die Renaissance des Schloßfestes als ein Fest mit Partnerschaften zeigt, wie zukunftsträchtig diese Veranstaltung ist und beweist, dass wir noch viele Entwicklungschancen haben, die wir nutzen können. Was für unser Fest gilt, das gilt erst recht für unseren Stadtteil, dessen Entwicklungspotential noch lange nicht ausgeschöpft ist.“

(sch)
 
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