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Leuchtfeuer des Jazz in Frankfurt |
„Tim Garland´s Lighthouse Project“ am 20. Juni in Frankfurt-Höchst
Nach seinem gefeierten Auftritt beim Jazzfestival in Berlin im November 2009 kommt Tim Garland in diesem Jahr erneut nach Deutschland. Vom Trio zum Quartett erweitert wird er mit einem „Lighthouse Project“ wieder zeigen, dass er unter den zeitgenössischen Saxophonisten der Jazzwelt einer der führenden Virtuosen ist. Am 20. Juni 2010 spielt Garland nun gemeinsam mit Patrick Betterson am Bass, Mike Outram an der Gitarre und Asaf Sirkis an den Percussions in der Justinuskirche in Frankfurt-Höchst.
Unterstützt wird das Konzert, das im Rahmen des „Höchster Orgelsommers“ stattfindet, von Infraserv Höchst. Die Betreibergesellschaft des Industrieparks Höchst hatte 2005 gemeinsam mit den Organisatoren des Höchster Orgelsommers die Veranstaltungsreihe „Europäischer Jazz in der Justinuskirche“ ins Leben gerufen. „Diese Konzerte tragen zur Steigerung der kulturellen Attraktivität des Stadtteils bei und stellen einen weiteren musikalischen Höhepunkt des seit vielen Jahren etablierten Höchster Orgelsommers dar“, erklärt Jürgen Vormann, Vorsitzender der Geschäftsführung von Infraserv Höchst. Er selbst freut sich schon sehr auf das Gastspiel von Tim Garland in Höchst. „Ich bin sehr froh, dass wir den Jazzfreunden in diesem Jahr dieses ganz besondere Erlebnis präsentieren können“, so Jürgen Vormann.
Tim Garland beherrscht nicht nur sein eigenes Instrument mit atemberaubender Präzision sondern sucht auch als Komponist und musikalischer Koordinator unterschiedlichster musikalischer Einflüsse seines gleichen. Im Mai 2006 wurde Tim Garland vom englischen Parlament als Jazz-Musiker des Jahres ausgezeichnet. Sein Lighthouse Project erhielt im gleichen Jahr den BBC-Award für Innovative Musik.
Architekt in der Improvisation
Mit Tim Garland kommt ein außergewöhnlich begnadeter Jazz-Musiker nach Frankfurt, der auf seinen Instrumenten von der scharfen Kante bis zu poetischen Pastellstimmungen alle Ausdrucksmöglichkeiten behrrscht. Seine Musik wechselt fließend zwischen Rock und Swing, besticht durch eine enorme drangvolle Dichte und gleicht einer kammermusikalischen Melange aus Jazz und Weltmusik. In der Improvisation gleicht er einem intuitiven Architekten, dessen elegante Konstruktionen flexibel und stabil in einem sind. Seinen Namen erspielte er sich in Chick Coreas Origin und Bill Bruford’s Earth Works. Dem deutschen Publikum noch weitestgehend unbekannt avancierte er 2009 zu einer wenn nicht der Überraschung des Berliner Jazz-Festes.
Flamenco in Höchst
In Frankfurt-Höchst werden Flamenco-Einflüsse eine besondere Rolle spielen – sicher nicht zuletzt dank des israelischen Percussionisten Asaf Sirkis, dem Kritiker geradezu die Erschaffung einer perkussiven Weltkarte bescheinigen. Die Justinuskirche in Frankfurt Höchst ist mit ihrer annähernd 1200 Jahre alten sakralen Mystik und der außergewöhnlichen Akustik wie geschaffen für ein Konzert des Quartetts. Ausgehend von einem Klangerlebnis Garlands im St. Mary's Lighthouse an Englands Nordostküste nutzte bereits das Lighthouse Trio fast ausschließlich besondere Klangräume, vorzugsweise Kirchen.
Das Konzert in der Justinuskirche Höchst, am Justinusplatz in der Altstadt von Frankfurt Höchst, beginnt am 20. Juni 2010 um 17 Uhr. Der Eintritt kostet im Vorverkauf 12 Euro, an der Abendkasse 15 Euro. Weitere Informationen unter www.justinuskirche.de.
(red.) |