Freizeit in und um Schwanheim
Schwanheim.com plant die Wege, für einen Familienausflug in den Frankfurter Stadtwald. Ein Beitrag aus der Serie Schwanheim anders gesehen

Nachdem sich der Frühling von seiner besten Seite zeigt, empfehlen wir einen Ausflug in den Frankfurter Stadtwald.

Startpunkt ist die Schwanheimer Bahnstraße in Höhe des Parkplatzes am Sportplatz. In Richtung Süd-Westen erwartet uns zu Beginn eine kleine Steigung, bis wir zur Ausgangshöhe gelangen. Wir gehen weiter bis zum Bahnübergang, hinter dem wir dann in die Hinkelsteinschneise abbiegen. Wir haben bisher ca. 1000m zurückgelegt. Entlang des Weges an der Bahnlinie erreichen wir nach ca. 750m den Tunnelweg. Hier an dieser Wegegabelung können wir zwei Pumpstationen ausmachen. (Bild 1/2) Vorbei an diesen, können wir in ca. 350m das „ Pumpwerk Hinkelstein“ an der „Alten Mainzer Schneise“ erkennen.

Das „Pumpwerk Hinkelstein“, ein seltsamer Name, leitet sich nicht vom Frankfurter „Hinkel“ ab sondern von den reichlich im Stadtwald verstreuten Felssteinen. Das „Pumpwerk Hinkelstein“ ist eine der wichtigsten Trinkwassergewinnungsanlagen Frankfurts. (Bild 3)

Gut zu sehen das alte „Pumpwerk Hinkelstein“. (Bild 4/5/6). Es liegt nicht in der Gemarkung Schwanheim, wie viele vermuten. Es wurde 1893 unter Stadtbaurat William Lindley errichtet. Es steht heute unter Denkmalschutz und wirkt wie ein romantisches Lustschlösschen.

Weiter geht unsere Wanderung in Richtung Westen. Nach ca. 100m verlassen wir die Alte Mainzer Schneise und biegen links ab um das Pumpwerk herum und gelangen nach ca. 300m auf die Hainbuchenschneise. Die nächste Kreuzung liegt nur ca. 160m entfernt. Der Eysseneckschneise folgen wir nun in Richtung Süden und kommen nach ca. 850m zu dem Hinweisschild „Zur Goethe Buche“. Ein kleiner Trampelpfad führt direkt in den Wald hinein.

Die Buche ist der mächtigste Baum in diesem Unterwald. (Bild 7) Sie wurde im Goethejahr 1999 auf den Namen „Geothebuche“ getauft, da sie den Forstbüchern nach in Goethes Geburtsjahr ( 1749) gepflanzt wurde. (Bild 8/9). Diesen Baum nennt man auch „Überhälter“. Er wurde beim Fällen von gleich alten Bäumen verschont, also „überbehalten“. Rund um die Goethebuche sind zahlreiche junge Buchen aus Samen von selbst gewachsen. Baumbänke laden zum besinnlichen Verweilen ein.

Es sei noch zu erwähnen, dass sich das Altheeg, dass Gebiet rund um die Goethe buche, seit 2003 als Flora-Fauna- Habiat –Gebiet unter dem Namen „Schwanheimer Wald“ ausgewiesen ist.

Nachdem wir uns an dem Baum Veteran erfreut haben, gehen wir ca. 130m zurück, bis wir zur Lärchenschneise gelangen. Dieser kleine Umweg ist notwendig, um auf guten Waldwegen zurück zu unserem Ausgangspunkt zu gelangen. In Richtung Osten setzen wir unsere Wanderung fort, bis wir zur Hinkelsteinschneise gelangen, ca. 750m. Bis zu unserem Ausgangspunkt haben wir noch ca. 1250m Weg vor uns.

Die ganze Strecke der Wanderung können sie gemütlich in zwei Std. zurücklegen. Steigungen sind, außer am Start, nicht zu erwarten. Die Wege sind gut begehbar und auch für Familien gut geeignet. Streckenlänge ca. 6 km.

(o.k.)
 
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