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Expansion im Industriepark |
AkzoNobel kündigt Großinvestition von €140 Millionen in Frankfurt an
AkzoNobel investiert €140 Millionen, um die in Frankfurt am Main ansässige Chlor-
Produktionsanlage auf die modernste und sparsamste Membran-Elektrolyse Technologie
umzurüsten. Die neue Anlage, mit einer um 50 Prozent erhöhten Kapazität, wird dazu
beitragen, die führenden Positionen des Unternehmens auf den europäischen Märkten für
Natronlauge und Chlormethane zu stärken. Gleichzeitg wird mit der Modernisierung die Öko-
Bilanz pro Tonne Produkt um fast 30 Prozent verbessert.
Der Start der neuen Chloranlage in Frankfurt ist für das vierte Quartal 2013 vorgesehen. Die
Produktion von Chlor soll sich dann von 165 Kilotonnen auf 250 Kilotonnen pro Jahr erhöhen.
"Diese beachtliche Investition an unserem Standort in Frankfurt - einem der stärksten
europäischen Chemie-Cluster – ermöglicht es uns, der starken Kundennachfrage gerecht zu
werden - und das bei gleichzeitig deutlicher Verbesserung unserer Öko-Bilanz", sagte Rob
Frohn, Mitglied des Executive Committee AkzoNobels und zuständig für den Geschäftsbereich
Specialty Chemicals. "Diese Investition entspricht voll und ganz den Zielen unserer Value &
Values Geschäftsstrategie; wir investieren hier in unsere angestammten Märkte, um unsere
dortigen Führungspositionen zu behaupten und auszubauen."
Knut Schwalenberg, Geschäftsführer von AkzoNobel Industrial Chemicals GmbH, welche die
Chlor-Alkali-und Chlormethane Produktion in Frankfurt betreibt, fügt hinzu: “Die Umstellung auf
die zur Zeit modernste Membran-Technologie fügt sich ideal in unsere Nachhaltigkeits-Agenda
ein und passt zu unserer ehrgeizigen CO2-Politik, für die wir bereits eine
Branchenauszeichnung erhalten haben. Die Investition verstärkt unser expandierendes
Chlormethan-Geschäft, erhöht die Kapazität im Zentrum des wichtigen deutschen Chlor-Alkali
Marktes und unterstreicht das Vertrauen in unsere Marktposition.“
AkzoNobel Industrial Chemicals betreibt drei Chlorproduktionen in Deutschland (Frankfurt,
Bitterfeld und Ibbenbüren) und zwei in den Niederlanden (Rotterdam und Delfzijl). Im Jahr 2010
erreichte die Gesamtproduktion aller fünf Werke erstmals über 1 Million Tonnen. Am
Bekanntesten ist der Einsatz von Chlor als Desinfektionsmittel im Trinkwasser oder in
Schwimmbädern. Es wird jedoch für eine Vielzahl anderer Anwendungen eingesetzt, zum
Beispiel PVC, Epoxidharze und Polyurethane. Chlor wird zudem in der Produktion von 85
Prozent aller Arzneimittel benötigt. Das Unternehmen übernahm den Standort Frankfurt im Jahr
2009 im Zusammenhang mit dem Erwerb der LII Europe.
(red.) |