Ein Jahr begeistert im Amt
Seit nunmehr einem Jahr ist Hermann Klimroth Stadtbezirksvorsteher für Schwanheim. Grund genug einmal nachzuhaken, was der "Bürgermeister" denn eigentlich so macht. Das gnadenlose Exklusivinterview.

Hermann Klimroth - Stadtbezirksvorsteher für Schwanheim seit einem Jahr
Hermann Klimroth - Stadtbezirksvorsteher für Schwanheim seit nunmehr einem Jahr
"Anfangs war ich einfach nur ein Neuling im Amt, jetzt bin ich ausgesprochen gerne Stadtbezirksvorsteher für Schwanheim", verrät Hermann Klimroth, den wir dieses Mal in der Traditionsgaststätte "Zur Mainlust - Desche Otto" getroffen haben.

Wir fragen gleich nach: Ein Jahr ist um, und Sie sind einfach nur gerne im Amt?

"Sicherlich gibt es auch Wiederholungen, die nicht ganz so spannend sind, wie die immer wiederkehrenden Bemühungen um mehr Straßensicherheit oder das Beseitigen von wilden Müllbergen", gesteht uns Hermann Klimroth. "Aber gerade der soziale Anspruch des Stadtbezirksvorsteheramtes macht es mir einfach, mich mit der Aufgabe zu identifizieren."

"Ist denn die Aufgabe auch so einfach für Sie", wollen wir wissen.

"Vieles ist einfacher geworden durch ein Jahr Erfahrung. Meine persönliche Liste kompetenter Ansprechpartner bei der Polizei und Stadtverwaltung wird immer länger. Wenn ich zu einem bestimmten Problem jemanden erreichen muß, dann weiß ich jetzt, wen ich ansprechen kann. Aber das ist nicht immer so", meint er nachdenklich.

"Wann ist es denn nicht so", fragen wir weiter.

Jetzt wirkt Hermann Klimroth etwas angespannt als er antwortet: "Die Reaktionszeiten der Stadtverwaltung sind manchmal...schwierig. Die Behördenmühlen malen oft ungeheuer langsam. Auch die Kommunikation mit einigen (anm.: scheinbar) Ärmelschoner tragenden Verwaltungsbeamten ist nur schwer erträglich. Dafür gibt es aber auch sehr aufgeschlossene, meist jüngere Beamte, die schnell helfen können."

Vor einem Jahr, beim Amtsantritt, war Ihnen die Trauerhalle im Schwanheimer Friedhof eine Herzensangelegenheit gewesen, nun ist sie da. Sind Sie mit dem Ergebnis zufrieden?

Offen für den Dialog
Hermann Klimroth ist offen für den Dialog
"Wir hatten eine Bretterbude, nun haben wir eine Halle mit 40 beheizten Sitzplätzen in Schwanheim. In die Halle passen bis zu 70 Personen bequem hinein. Für Schwanheim ist die Halle sehr angemessen. Für die Friedhofsangestellten haben sich damit auch die Arbeitsbedingungen stark verbessert, der holzverschalte Aufenthaltsraum tut sein Übriges. Besonders gefreut hat mich, daß die kunstvolle Glastür von unserem Schwanheimer Traditionsunternehmen Schillings (anm.: wir berichteten darüber) gestaltet wurde, was wunderbar gelungen ist", freut sich Hermann Klimroth und fügt etwas ernster hinzu:"...dennoch mußte ich in Schwanheim viel Überzeugungsarbeit gerade für die Trauerhalle leisten."

"Was gab es sonst noch in Ihrem ersten Amtsjahr" fragen wir etwas provokant.

Hermann Klimroth läßt sich nicht aus der Ruhe bringen. "Da war eine ganze Menge", lacht Hermann Klimroth. "Eine der etwas komplexeren Aufgaben war die anteilige Auswahl der 4000 Schöffen für Frankfurt. Hier hatte ich die per Zufallsprinzip ausgewählten Schwanheimer Schöffen auf Eignung zu überprüfen. Das ist eine Aufgabe die ich sehr ernst genommen habe, denn schließlich sollen die Schöffen einmal über Urteil oder Freispruch eines Menschen entscheiden. Dann ist da immer noch die Sache mit den Gärten im Schwanheimer Unterfeld. Für die Landschaftsschutzzone 1 wurde ja die endgültige Räumung beschlossen. Mir ist daran gelegen, für die Betroffenen vielleicht einen adäquaten Ersatz zu finden, so daß sie nicht völlig aus dem Unterfeld verschwinden müssen.

"Und was ist mit der Säule am neuen Kreisel in der Zufahrt Schwanheims", interessiert uns weiter.

"Das ist das Meisterstück des Steinmetzes Schmidt hier aus Schwanheim. Frau Dr. Weiland, die Stadtverordnete welche den Kreisel an sich initiiert hat, ist auf den Heimat und Geschichtsverein zugekommen und fragte nach, ob wir denn nichts hätten, was man im Entree Schwanheims platzieren könnte. So hat das mit der Stele begonnnen. Herr Schmidt Junior hat die Stele in Eigenleistung wieder auf Hochglanz gebracht und am 09.05.08 wird sie dann mit einem kleinen Festprogramm offiziell übergeben werden", freut sich der Stadtbezirksvorsteher.

"Was liegt Ihnen denn für das nächste Amtsjahr besonders am Herzen", wollen wir noch wissen.

"Auch da gibt es wieder eine ganze Menge: Ich würde gerne Institutionen wie den Kobelt Zoo auch politisch mehr unterstützen. Die Leichtathletik Installationen auf dem Sportplatz wurden stark vernachlässigt, da will ich versuchen Abhilfe zu schaffen. Vor allem aber will ich die Kommunikation mit meinen Schwanheimer Mitbürgern gerne noch weiter verbessern. Sei es bei der Meldung von Jubilaren oder bei Informationen allgemein. Geplant ist es, daß ich im Internet eine eigene Website zur Verfügung stelle. Hier wird es dann weniger um Personenkult gehen als vielmehr um gezielte Informationen und einfachere Kommunikationswege für alle."

"Haben Sie noch ein Schlußwort für unsere Leser", fragen wir Hermann Klimroth.

"Jeder Schwanheimer Bürger kann sich gerne mit jedem Problem an mich wenden. Sollte ich ein Problem nicht selbst beheben können, so bin ich doch auf alle Fälle in der Lage, den richtigen Kontakt für eine schnelle Hilfe zu vermitteln", verspricht uns unser "Bürgermeister".

Das ist doch ein Wort, wie wir finden. Und hier sind die Kontaktdaten: jeden Donnerstag in der Zeit von 19:00-20:00 Uhr können Sie Hermann Klimroth im Wilhelm-Kobelt-Haus besuchen. Der Eingang befindet sich am Abtshof, eine Tür hinter dem Heimatmuseum.

Ihr Stadtbezirksvorsteher ist auch telefonisch für Sie erreichbar unter: 069-35 09 78

Seine Emailadresse lautet: Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können

(bnh)
 
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