„Der große Festzug 1980“ - Letzter Teil Ein Beitrag aus der Reihe "Schwanheim anders gesehen". Nr: 30
Wir kommen zum letzten Teil unserer Serie. „Der große Festzug“. 1888 erfolgte die Wasserversorgung in Schwanheim durch 20 öffentliche Brunnen und ca. 200 private Pumpen. Dargestellt von der FC Germania. Dieser Gruppe schloss sich der Frankfurter Fanfarencorps 1967 an. Mit einem Festwagen der Kerwegesellschaft wurde uns ein kleiner Einblick in die frühere Bauernarbeit gezeigt.
Anschließend der Kerwegesellschaft, wurde durch die Evang. Kirchengemeinde die Geschichte der Martinuskiche gezeigt. Die Einweihung der Kirche war am 19.11.1911. Die Einholung der ersten Glocken wurde am 9.7.1911 vollzogen. Aus diesem Anlass waren die Kinder der evang. Gemeinde anwesend, um die Glocken von der Waldbahn abzuholen.
Ein Musikzug leitete über zu dem herrlichen Anblick des 6er- Zuges der Henninger Brauerei. Die Waldbahn, in den Jahren 1888/89 von einer privaten Firma erbaut und am 5.2.1889 eröffnet, wurde von den Schienenfreunden eindrucksvoll präsentiert. Sie führte vom Lokalbahnhof in Sachsenhausen nach Neu Isenburg und Niederrad nach Schwanheim. Erst im Jahre 1929 werden die Dampfloks durch eine elektrische Straßenbahn ersetzt. Ein Fanfaren- und Spielmannszug aus Altenstadt 1912 schloss sich an.
Das Kapellche am Friedhof, 1886 erbaut und 1961/62 dem Brückenbau zum Opfer gefallen. Neben der Kapelle standen zwei Linden, dazwischen das sogenannte Bierbrauerkreuz. Heute steht das Kreuz im Hof des Wilhelm Kobelt Hauses. Gezeigt von 1. Schwanheimer Pistolenclub.
Weiter ging der Zug mit dem Kontaktkreis der Frauen St. Mauritius. Weißzeugnäherinnen, die überwiegend in reichen Bürgerhäusern Frankfurts abeiteten, wurden gezeigt. Der Orchesterverein Schwanheim brachte mit seinen Klängen die passende Stimmung hinzu.
Das im 18. Jahrhundert vorerst zum Spaß eine „Fahrmaschine“ in verschiedenen Ausführungen hergestellt wurde, zeigte uns die Minna – Specht – Schule. Diese Fahrmaschine wurde weiter entwickelt und verbessert. Es entstand das Fahrrad.
Nicht fehlen durften die Schwanheimer Gänse,- prachtvoll dargestellt vom Kath. Kindergarten. Der Musikzug Blau-Gold folgte und führte den 6er Zug der Binding Brauerei an. In Gruppe 59 wurden noch einmal die Geschehnisse der Eingemeindung Schwanheims im Jahre 1928 in Erinnerung gebracht.
Bürgstätter Musikanten in Gruppe 60, sorgten nochmals für gute Stimmung. Gezeigt wurden auch, dass Auto im Laufe der Zeit, sowie das Handwerk in Schwanheim. Präsentiert von der HHG. Mit dem Spruch „Fischerdorf Fechenheim grüßt Schwanheim“, wurde das Zugende vom Fechenheimer Carnevalclub Hemdeklunkis unter großem Beifall eingeleitet.
Ein großer Zug ging zu Ende. 63 Gruppen nahmen daran teil, gezeigt wurde 1100 Jahre Schwanheim.
Hiermit beenden wir unsere Serie „Schwanheim anders gesehen“. Zum Herbstanfang wird eine neue Serie gestartet. Wir wollen Ihnen Schwanheimer Bürger näher bringen, die ehrenamtlich in Vereinen tätig sind.
(Sie haben einen Artikel verpasst? Hier finden Sie alle bereits erschienenen Artikel der Reihe "Schwanheim anders gesehen") (o.k.)
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