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Der Große Zug, Fortsetzung |
„Der große Festzug 1980“ - Teil 4 Ein Beitrag aus der Reihe "Schwanheim anders gesehen". Nr: 27
Nach den Klängen des Musikvereins Flörsheim wurde der Zug fortgesetzt mit dem Schützenverein. Sie zeigten uns, wie es zu dem Namen der noch heute bestehenden Straße „An der Wildhube“ kam.
In jedem Bezirk waltete ein Wildhübner seines Amtes. Kelsterbach und Schwanheim war der Sitz der Wildhube. Der Wildhübner war eingesetzt, um den Bezirk vor Forstfrevel und Wilddieben zu schützen. In Gruppe 19 wurde eine Schwanheimer Persönlichkeit aus dem 15.-Jahrhundert vorgestellt. „Konrad von Sweinheim“ Buchdrucker in einer Eltviller Druckerei. Er wanderte nach Italien aus und errichtete in der Nähe von Rom die erste Druckerei außerhalb Deutschlands. Er starb 1477 in Rom. Sehr schön dargestellt von der Firma Josef Henrich.
Ein Fanfarenzug aus Zeilsheim sorgte für die nötige Stimmung und Auflockerung des Zuges. Schüler der Minna Specht Schule zeigten uns, welch große Hungersnot um 1635 im Raum Frankfurt herrschte. Die Folgen, die der 30jährigen Krieg mit sich brachte, hatte auch die Gegend um Höchst und Schwanheim erreicht. (Schlacht bei Höchst 18.-22.6.1622).
Nachdem Gustav Adolf 1632 gefallen war, verließen 1635 die letzten Schweden den Raum Frankfurt. Die Pest war ausgebrochen. Sie forderte viele Todesopfer. Um 1500 erscheint erstmals die Bezeichnung Landsknechte. Sie lösten die Ritterheere des mittelalterlichen Europas ab. Bewaffnet mit Spieß und Schwert, später auch mit Feuerwaffen, kämpften sie in geschlossenen Verbänden. Herrlich vorgestellt von der Garde 74 Höchst. Die passende musikalische Untermalung dieser Gruppe war dem Fanfarenzug „Die fidelen Eckenheimer“ 1963 e.V. vorbehalten.
Wer kennt die „St. Martins Kirche“ im Felde, Martinsweg und Martinsgrund? Wo einst die Kirche stand, steht heute ein Fabrikgebäude. Zum Andenken an die Kirche, errichtete man unter einer Linde ein Kreuz.Linde und Kreuz musste auch weichen. Heute steht das Kreuz vor der katholischen Kirche. Diese Erinnerung wurde in Gruppe 24 von der August-Gräser –Schule präsentiert.
Die katholischen Frauen zeigten mit viel Charme etwas Neues. Um 1720-1770 war die Zeit des Stilumbruches. Frauen mit Stuckwerk, Girlanden und Kunstblumen überladenen, frontal bis zur Wespentaille hoch geschlitzten Prachtröcken zeigten neue Kleidung, die aufsehen erregte. Hatten diese Kleider doch ein unverschämtes Dekolette. In Frankreich machte diese Rokokotracht Schule. Auch in der Gemarkung Schwanheim konnte man Rokokodamen beim Spaziergang beobachten. Mit dem Bockenheimer Fanfarenkorp, der diese bunte Gruppe abschließt, schließen auch wir unseren Bericht für heute ab.
Im nächsten Bericht erfahren sie mehr über, Bauern, Hochzeit und Vereinsgründungen.
(Sie haben einen Artikel verpasst? Hier finden Sie alle bereits erschienenen Artikel der Reihe "Schwanheim anders gesehen") (o.k.)
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