1100 Jahre Schwanheim. Der Rückblick auf ein Megaevent. Ein Beitrag aus der Reihe "Schwanheim anders gesehen". Nr: 24
Am Sonntag, 5. Oktober 1980, startete anlässlich der 1100 Jahrfeier ein Festzug der Superlative in Schwanheim. Es darf bezweifelt werden, ob in der heutigen Zeit ähnliches auf die Beine gestellt werden kann. Angeführt von berittenen Herolden (Polizeistaffel) machten sich 63 Gruppen auf den Weg durch Schwanheims Straßen. Gefolgt von Herolden zu Fuß (Tennisclub) und dem Fanfarenzug der Stadt Büdingen, leiteten sie ein großes Spektakel ein. Als Römer verkleidet, bewaffnet mit Pfeil und Bogen, Schleuderbeile, Armbrust und Schwertern, stellte die Turngemeinde eine Legion in der Kaiserzeit dar. Die Legion hatte
ihren Standort in Mainz und rekrutierten sich ausschließlich aus römischen Bürgern.
Präsentiert wurde die Besiedlung der Gemarkung Schwanheim von der kath. Jugend St. Mauritius.
Die Besiedlung durch die Franken ist etwa im 5. Jahrhundert erfolgt. Spuren fränkischer Besiedlung hat man im Bereich des Altdorfes gefunden. Das Altdorf befand sich östlich und südöstlich vom alten Schwanheimer Friedhof.
In Gruppe 6 präsentiert von der HGS, wurde man in die Zeit der ersten urkundlichen Erwähnung Schwanheims versetzt. Im Auftrag König Ludwigs d.J. (Urenkel des Karl des Großen) brachte ein Kanzleischreiber am 17. November des Jahres 880 zum ersten Mal den ursprünglichen Namen Schwanheim, „Sueinheim“ zu Pergament. In einer Urkunde, die vom König selbst abgezeichnet wurde, sind Schenkungen, auch die Kirche von „Sueinheim“ mit dem ganzen Zehnten, dem zugehörigen Land und den Leibeigenen sowie drei bäuerliche Anwesen samt Ackerland in Kelsterbach erwähnt. Diese Urkunde wird heute in der Franz. Nationalbibliothek aufbewahrt.
Näheres darüber können sie im Heimatmuseum erfahren.
Mit dem Fanfarenzug „Club Humor Bad Homburg“ wurde der erste große Teil musikalisch abgerundet.
Weiter geht es mit der Gruppe acht „Schwanheimer Vertrag“ in unserer nächsten Ausgabe.
(o.k.)
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