„Der große Festzug“ - Teil 2
„Der große Festzug 1980“ - Die Fortsetzung. Ein Beitrag aus der Reihe "Schwanheim anders gesehen". Nr: 25

Schwanheim vom Jahre 880 bis 1980,dargestellt in einem großen Festzug. Mit der Gruppe 7.stellte der Kleingartenverein den „Schwanheimer Vertrag „ ganz vorzüglich dar. Vielen ist sicher nicht bekannt, was es mit dem Vertrag auf sich hatte. Hier unsere Recherchen. Schwanheim, ehemals Sueinheim, war nach der Schenkung an das Salvator-Stift in Frankfurt im Besitz des Jakobsklosters in Mainz. Ein Udalricus (Ulrich) von Rode besaß Felder in der Mark Schwanheim, die er sich vom Jakobskloster beleihen ließ.

So kam es zu einem Vertragsabschluss. Es heißt in diesem, wenn Udalricus von Rode ein Mädchen aus den Familien des Jakobsklosters heiraten würde, sollten ihm alle Schulden erlassen werden. Ob Udalricus von diesem Angebot Gebrauch gemacht hat,ist in keiner Chronik geschrieben.

Die nächste Attraktion, präsentiert von den Goldsteiner Schlippcher, stellte die „Wasserburg Goldstein“ dar. „Wasserburg Goldstein“ erbaut ca. 1348 vom Patrizier Johann zum Goldstein aus Frankfurt. Der burgähnliche Bau verstieß gegen eine Verordnung von Kaiser Ludwig von Bayern. Diese Verordnung besagte, dass niemand im Umkreis von 5 Meilen einer Stadt eine Burg errichten dürfte. 1397 dann kam es zum Burgfrieden mit Frankfurt. Die Stadt erwarb die Burg Goldstein und wurde als Landwehrsystem eingegliedert. Im Jahre 1592 wurde die Burg durch Marktgraf Achilles von Braunschweig zerstört.

Weiter ging es mit dem Ritter von Eppstein, Eberhard VI.,Vogt von Schwanheim, dargestellt von der Polizeistaffel Frankfurt. Der Vogt hatte die Aufgabe, die Gemarkung Schwanheim gegen Feinde zu schützen. Er war oberster Kriegsherr, aber nicht Besitzer von Schwanheim.

Er war zuständig, für Recht und Ordnung zu sorgen. Im 15.Jahrhundert war das Geschlecht am Niedergang, er kam in Gefangenschaft. Viel Geld musste aufgebracht werden, um sich freizukaufen. Ständig suchte er nach Geldgebern, der ihm das Lehen von Schwanheim abkauften.

Mit einer berittenen Polizeistaffel, die eine Stadtwache von Eppstein darstellte, wurde diese Gruppe abgeschlossen. Der Fanfarenzug MCC Ober Mörlen sorgte für die nötige Stimmung.

In unserer nächsten Ausgabe erfahren sie mehr über, „Henne Schrimpe“ ein Schwanheimer Begriff der Sonderklasse. (Schrimpegassefest).
(o.k.)
 
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