Der Industriepark Höchst wächst und wächst. Beobachtungen, Hoffungen und Befürchtungen prägen das Thema. Wir haben nachgesehen und berichten vom Stand der Dinge
 Im Westen gibts Neues Wer in den letzten Monaten den beliebten Radweg Richtung Westen nehmen wollte, musste sich auf unliebsame Überraschungen einstellen. (Bild 1) Von weitem schon sichtbar, (Bild 2 und 3) ist im Industriepark Höchst eine Großbaustelle entstanden. Aufgrund dieser umfangreichen Bauarbeiten kommt es, bis voraussichtlich Dezember 2008, zu unumgänglichen Beeinträchtigungen auf dem bisherigen Radweg. (Bild 4) Wir von schwanheim.com wollen sie informieren über die Gründe für diese Beeinträchtigungen.
Wie bereits mehrfach in der Presse angekündigt, errichtet Infraserv Höchst eine Ersatzbrennstoffanlage, kurz EBS. Mit dieser gigantischen Anlage sollen etwa 70 Megawatt elektrische Leistung beziehungsweise 250 Tonnen Dampf pro Stunde in das Netz des Standortes eingespeist werden.
Zukünftig werden also das 50 bis 60m hohe Kesselhaus und die rund 80 m hohen Schornsteine die Silhouette des Industrieparks prägen. Der eigentliche Kraftwerksblock wird ca. 30m hoch. (Bild 5 und 6)
Viele Bürger werden sich fragen, welche Ersatzbrennstoffe sind es, die es ermöglichen, diese 70 Megawatt Leistung zu erzielen. Bei diesen Ersatzbrennstoffen handelt es sich um die zuvor sortierten und aufbereiteten, trockenen, heizwertreichen Haus- und Gewerbeabfällen. Sie erhöhen in der Rhein – Main – Region die Verwertungskapazitäten für Ersatzbrennstoffe, die für umweltfreundliche Energieerzeugung genutzt werden können. Sie ersetzen fossile Brennstoffe, wie Steinkohle und Erdgas.
Was bedeutet das für das Umfeld? Die Anlieferung der Brennstoffe wird über ein separates Tor an der Südgrenze des Industrieparks erfolgen. Die gute Autobahnanbindung, bereits im Bau, (Bild 7 / 8 / 9) macht es möglich, dass es zu keiner zusätzlichen Verkehrsbelastung kommt. Ortsdurchfahrten für die benachbarten Stadtteile Schwanheim, Kelsterbach und Sindlingen sind nicht erforderlich. Lärm- und Geruchsbelästigungen für die benachbarten Wohnbereiche können ausgeschlossen werden.
Infraserv Höchst hat als Standortbetreibergesellschaft großes Interesse daran, Belästigungen, gleich welcher Art, auszuschließen. Befürchtungen über eine Lärm- und Geruchsbelästigung bestehen aber bei den Bürgern trotzdem weiter.
Positiv muss man sehen, dass 40 neue Arbeitsplätze entstehen und ein wichtiger Beitrag zur Beseitigung der Entsorgungsengpässe geleistet wird.
Wir von schwanheim.com werden die weitere Entwicklung im Westen von Schwanheim genau unter die Lupe nehmen. Wir wollen hoffen, dass durch diese Baumaßnahme das Naherholungs- und Naturschutzgebiet Schwanheimer Düne nicht zu Schaden kommt und keine Minderung der Wohnqualität für die Bürger der anliegenden Stadtteile bzw. Kelsterbach eintritt.
(o.k.)
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