Stoltzes Mainhattan
Mario Gesiarz rezitirte Friedrich Stoltze und das 2 Stunden lang. Dabei kam er vom Frankforterisch zum Türkisch und landete im Hebräisch


Exakte Artikulation - des isses!
Exakte Artikulation - des isses!

Friedrich Stoltzes Leben hatte unendlich viele Facetten. War er doch sarkastischer Satiriker, Dichter, Spötter, Stadtchronist und Redakteur seiner Wochenzeitung „Frankfurter Latern“.

Aus dieser Fülle von Material hat der Mundart-Rezitator Mario Gesiarz – selbst so ein Freigeist – für das Publikum der Schwanheimer „Mainlust“ (da wo des Stöffche dehaam ist) ein fast zweistündiges Programm vorgetragen.

Und da war so vieles auch heute noch richtig aktuell, wie etwa die immer wiederkehrenden Gammelfleisch-Skandale. Denn was da vor hundert Jahren so auf den Teller oder in die Worscht kam - da schüttelt es einen ja heute noch.


Voila! - Victor und Mario Gesiarz
Voila! - Victor und Mario Gesiarz
Dann schlägt er sprachlich die Brücke vom Frankforterisch zur türkischen und hebräischen Sprache – Sohn Viktor begleitet und strukturiert das mit entsprechenden Kompositionen auf dem Akkordeon.

Richtig heftig aus sich raus geht Mario Gesiarz in dem Stück „Die Schublad“, bei dem er permanent die Person wechseln muß.

Und „Die Blutblas“, Stoltzes wohl bekanntestes Stück durfte ja auch nicht fehlen. Von der Wirtschaft mit viel Stöffche intus heimzukommen, das hat er so richtig „natürlich“ hingekriegt. Aber diese speziellen Erfahrungen haben hier auch schon andere Ebbelwoi-Freunde gemacht – und nicht nur im letzten Jahrhundert!

(RS)
 
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