Werkfeuerwehr von Infraserv Höchst spendet Fahrzeugerlös an Kinderhaus Frank
Was in den Augen eines Normalbürgers ein ramponierter Karren gewesen wäre, war aus der Sicht eines Limburger Schrotthändlers 2.700 € wert und ist nun für die Schützlinge des Kinderhauses Frank ein echter Gewinn. Der Erlös, den die Werkfeuerwehr des Industrieparkbetreibers Infraserv Höchst aus dem Verkauf eines alten Übungs-LKW zog, geht als Spende an die Einrichtung in Sossenheim, die sich vor allem um schwer und schwerstbehinderte Kinder und Jugendliche kümmert. Der stellvertretende Feuerwehrchef Dr. Thorsten Peine übergab am Dienstag, 9. August 2011, eine großen Scheck an Petra Prinz, die Leiterin des Kinderhauses. Und er kam nicht allein: Die drei Mitarbeiter der Feuerwehr fuhren mit einem großen Einsatzfahrzeug vor, um den Kindern nicht nur finanzielle Unterstützung sondern auch ein kleines Erlebnis zu bescheren.
„Wir waren selber erstaunt, dass der Schrottwert noch so hoch war“ sagt Dr. Peine, dessen 115 Mann starkes Team einhellig für die Spende des Erlöses gestimmt hatte. Das Fahrzeug hatte lange Jahre für Übungen der Werkfeuerwehr und auch der Berufsfeuerwehr Frankfurt herhalten müssen, bei der die Brandbekämpfung eines in Flammen stehenden LKW trainiert wurde. „Entsprechend wenig war von dem ursprünglichen Fahrzeug noch übrig“, so Peine. „Verkauft haben wir wirklich mehr oder minder das reine Metall.“
Dass aus hartem Metall nun bares Geld wurde, freute Petra Prinz vom Kinderhaus sehr. „Wir können wirklich jede Hilfe gut gebrauchen. Als gemeinnütziger Verein sind wir von Spenden abhängig. Nur so können wir den Kindern ein Mehr an Komfort aber auch an Spannung und Erlebnis ermöglichen.“
Das Erlebnis kam am Dienstag auf sechs Rädern gleich mit nach Sossenheim. Das Drehleiterfahrzeug, mit dem die Feuerwehrleute den Spendenbesuch abstatteten, sorgte für große Aufregung und runde Augen bei Petra Prinz´ Schützlingen: „Die Kleinen sind schon seit Tagen ganz aufgeregt. Feuerwehrautos und Feuerwehrmänner begeistern einfach alle Kinder. Das ist bei unseren nicht anders.“ „Auch für unsere Mitarbeiter ist das ein besonderer Tag“, ergänzte Peine. „Feuerwehrmänner müssen schon recht harte Kerle sein. Aber unter der harten Schale liegt meist ein weicher Kern. Darum waren sie auch sofort entschlossen, hier ein gutes Werk zu tun.“
(red.) |