Es fielen wieder Bäume
Zur Einweihung der Landebahn Nordwest, oder: was wird jetzt aus Schwanheim?

Nun, Wachstum muss einfach sein. Da hat leider auch ein so genannter Bannwald Platz zu machen, muss ein Versprechen höheren Zwecken geopfert werden. Das ist unvermeidlich. Der Bürger hat natürlich anhand dieses positiven Ansinnens damit zu rechnen, dass die nächste Erweiterung zwangsläufig in ein paar Jahren kommen wird.

Zunächst gab es auch den Plan die neue Landebahn südlich der Bahntrasse im Schwanheimer Wald zu bauen. Daraus ist leider nichts geworden. Aber ich denke die Troika aus FAG, Lufthansa und Politik wird uns das nächste Mal entgegenkommen. Ich unterbreite ihr nämlich hiermit folgenden Vorschlag für die kommende "Landebahn Nord" zu beiderseitigem Vorteil. Es würde diesmal auch nur wenige Bäume an beiden Enden der bereits frei liegenden Schwanheimer Wiesen kosten. Die Strecke müsste für City-Jets zum starten und landen locker ausreichen. Das ganze kann man als ökologieschonend und als im wirtschaftlichen Sinne bürgernah verkaufen, denn Schwanheim hätte wahrhaftig einen ungeheuren ökonomischen Nutzen in einem weltweit unvergleichlichen Flughafenprojekt.

Das sähe nämlich so aus, dass Passagiere, die etwas mehr Zeit bis zu ihrem Anschlussflug haben, in Schwanheim bummeln und natürlich einkaufen könnten und darüber hinaus die weltbekannte deutsche Gemütlichkeit in unserer Gastronomie kennenlernen und konsumieren dürften. Sollten die Passagiere Kinder haben, könnten diese in unserem tollen Waldspielpark oder wahlweise im Kobelt-Zoo gegen ein geringes Entgelt abgegeben werden können. So etwas wäre doch einmalig auf den Flughäfen der Welt.

Bliebe nur zu überlegen, was wir mit den Fluggästen machen, die kein Einreisevisum für Deutschland haben sollten. Da böte sich ein Zaun in Höhe der Rheinlandstraße im Osten und in Höhe Am Siechen im Westen an. Dieser Teil Schwanheims wäre zwar hoheitlich Bundesgebiet aber von der FAG verwaltet. Durch diesen, von der Bundespolizei bewachten Zaun, würde auch dem Sicherheitsbedürfnis der hiesigen Bevölkerung Rechnung getragen werden.

Am Ende des Aufenthalts in FAG-Schwanheim würden die Passagiere dann mit einer Hochbahn, auf der dann wieder - auf Forderung der Frankfurter Grünen Partei - bis auf eine Höhe von 2,50 Meter aufgeforsteten Trasse der Schwanheimer Bahnstraße, sehr schnell das Terminal 2 und von dort aus das Terminal 1 erreichen können.

Alles in allem, fantastische Aussichten, die sich mit diesem Modell und ein bisschen "good will" verwirklichen lassen könnten.

Ihr

Klaus Boll

 
BvS


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