Die Mainlust (Desche Otto) ist seit Donnerstag unter neuer Leitung. Schwanheim war gekommen und hatte sich beherzt eingetrunken. Eine Tätigkeit, bei der wir selbstredend nicht fehlen durften
 Zur Mainlust - Die Neueröffnung: vielversprechend
Der 08. Januar 2009, wir betreten voller Mainlust das nette Traditionslokal in der Hegarstraße 1. Die Tür läßt sich nur widerwillig öffnen, zu eng gedrängt stehen bereits die Gäste bis an den Eingang.
Kaum eingetreten erfahren wir, daß wir gerade den Auftritt des Drumcorps verpaßt haben, der die neuen Pächter Nadine Wenzel und Claudia Both mit einem überzeugenden Auftritt im Lokal begrüßt hatte. Es ist beeindruckend, wieviele Schwanheimer sich bei Minustemperaturen aufgemacht haben, um die Neueröffnung ihres Traditionslokales mitzuerleben. Da wunderte es nicht, daß das Bier in Strömen fließt, während die Schnäpse des Hauses rasch über einen draußen herrschenden Extremwinter hinwegtrösten.
Annähernd zweihundert Gäste sind an diesem ersten Abend gekommen und man nimmt instinktiv die Tätigkeit auf, die in Schwanheim schlicht zum Volkssport gehört: Man beginnt richtig zu feiern, mit allem was dazugehört. Selbstverständlich trifft man zahlreiche Bekannte, die man allesamt in diesem noch jungen Jahr bislang nicht zu Gesicht bekommen hat. "Ein frohes Neues" tönt es immer wieder durch das Lokal, und irgendjemand balanciert mit einer gerade erstandenen Sammlung an Klaren geschickt durch das heimelige Gedränge.
 Die neuen Pächter: Nadine Wenzel und Claudia Both
Claudia Both ist schwer eingespannt, doch mit entspannter Miene handelt sie den Ansturm gekonnt, so als wäre es schon lange ihr täglich Brot. Im Vorbeigehen erfahren wir, daß es auch in Zukunft ein Kulturprogramm in der Mainlust geben wird. Aufatmen am Musikertisch, hinten im Kolleg.
Während die Rauchschwaden sich goldig kräuselnd durch den Raum wabern, treten spontan einige der liedfähigen Gäste zum Sängerwettstreit an. Olli Lee sitzt am völlig verstimmten Klavier und improvisiert für jede der vorbeikommenden Damen ad hoc ein Liebeslied. Dann wird es richtig ausgelassen und der ganze Raum formiert sich zu ernsthafter Konkurrenz für die Fischer-Chöre.
Auch Klaus Boll und Bobby von Schwanheim sind mit von der Partie und wollten eigentlich schon lange wieder zuhause sein, als sie mit den verbliebenen Gästen gegen 2:30 Uhr schließlich doch noch den Weg zur Tür finden.
(bnh)
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